Willkommen in der Kaiserstadt
Jedes Jahr im Herbst kommen tausende neue Gesichter nach Aachen – die meisten davon Studierende. Allein die RWTH Aachen zählt aktuell über 44.000 Studierende, mehr als ein Drittel davon international, aus über 140 Ländern. Dazu kommen die FH Aachen, Berufseinsteiger bei den vielen Tech-Unternehmen der Region und alle, die aus anderen Gründen neu in die Stadt ziehen. Dieser Artikel ist für euch alle: ein erster Überblick über das, was in den ersten Wochen in Aachen wirklich wichtig ist.
Ein persönliches Willkommen
Ich kenne dieses Gefühl selbst noch gut. Ich bin nicht in Aachen geboren – ich kam als Student der Luft- und Raumfahrttechnik hierher, nach einem Vergleich zwischen Berlin, München und Aachen. Während mir die beiden Großstädte fast ein bisschen zu groß und unpersönlich vorkamen, hat mich Aachen vom ersten Tag an berührt: kompakt, fußläufig, mit einer Geschichte, die man an jeder Ecke spürt. Aus dem Studium ist am Ende ein anderer Weg geworden, aber aus Aachen ist meine Heimat geworden. Viele Studierende wollen nach dem Abschluss so schnell wie möglich wieder weg – ich konnte das nie verstehen. Wenn Sie gerade neu hier ankommen: Herzlich willkommen. Ich hoffe, diese Stadt verzaubert Sie genauso wie mich damals.
Der Semesterstart – die wichtigsten Eckpunkte
Das Wintersemester beginnt an der RWTH offiziell zum 1. Oktober, die Vorlesungen starten in der Regel Mitte Oktober. In den Wochen davor und danach finden Begrüßungsveranstaltungen, Einführungswochen und Orientierungstutorien statt – die beste Gelegenheit, andere Erstsemester kennenzulernen und sich mit dem Campus vertraut zu machen. Wer zurückgemeldet ist (also den Semesterbeitrag rechtzeitig überwiesen hat), bekommt automatisch das Semesterticket freigeschaltet, mit dem man in weiten Teilen NRWs kostenlos Bus und Bahn fahren kann.
Die Anmeldung – Pflicht für alle
Wer in Aachen einen festen Wohnsitz bezieht, muss sich innerhalb von zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt anmelden – das gilt für jeden, egal ob deutscher oder internationaler Neuankömmling. Für internationale Studierende kommen je nach Herkunftsland zusätzliche Schritte hinzu, etwa die Beantragung eines Aufenthaltstitels beim Ausländeramt. Am besten kümmert man sich direkt in den ersten Tagen darum, da Termine gerade zum Semesterstart stark nachgefragt sind.
Die erste eigene Wohnung finden
Die Wohnungssuche ist für die meisten Neuankömmlinge die größte Herausforderung – WG-Zimmer, Studierendenwohnheime oder möblierte Wohnungen auf Zeit sind die gängigsten Optionen für den Start. Ein eigener Artikel widmet sich diesem Thema ausführlich: Wohnungssuche in Aachen für Studierende & Neuankömmlinge.
Wo man wohnen möchte
Das Pontviertel ist traditionell das Studentenviertel Aachens – lebendig, mit vielen Kneipen und Cafés, aber auch entsprechend lauter. Wer es ruhiger mag, findet in Vierteln wie Burtscheid oder rund um den Hansemannplatz gute Alternativen mit kurzen Wegen zur Uni.
Alltag: Essen, Ausgehen, Erste-Hilfe-Kontakte
Aachen ist als Studentenstadt darauf eingestellt, dass man nicht viel Geld hat: Mensen, Studentenrabatte und günstige Restaurants abseits der Touristenmeile gibt es reichlich. Für den Alltag lohnt sich außerdem, sich frühzeitig um praktische Dinge zu kümmern – ein Bankkonto, eine SIM-Karte, und für alle Fälle auch einen Hausarzt in der Nähe.
Und danach?
Sobald die ersten Wochen geschafft sind, lohnt sich ein Blick über den Uni-Alltag hinaus – Aachen hat mit Dom, Route Charlemagne, Printen und den umliegenden Bergen wie dem Lousberg einiges zu bieten, das auch nach Jahren in der Stadt noch nicht langweilig wird. Dieser Guide begleitet euch dabei gerne weiter.



